Ungewöhnlich: Kanadagans brütet in Boot auf der Sieg

Eine besonders ungewöhnliche Entdeckung wurde in den vergangenen Tagen gemacht: Eine Kanadagans brütet auf der Sieg in einem ankernden Boot.

Ungewöhnlich: Kanadagans brütet in Boot auf der Sieg

Während einer Gewässer-Inspektionsfahrt haben Fischerei-Brudermeister Günter Engels und Peter Schell, 2. Brudermeister, in der vergangenen Woche auf dem Obersten Fahr, einem Altarm der Sieg, eine brütende Kanadagans in einem der dort ankernden Boote der Fischereibruderschaft entdeckt.

Seltene Beobachtung

So etwas ist sehr selten und den Fischerbrüder noch nicht so oft begegnet. Dennoch hat sich die Gans einen besonders guten Brutplatz ausgesucht, da dieser mitten auf dem Gewässer relativ sicher vor Fuchs, Hund und neugierigen Spaziergängern gelegen ist. Ebenfalls passt sich das Boot dem Wasserstand stets an. Ein cleverer Schachzug der Gans. Einzig aus der Luft könnte Gefahr bestehen.

Die Kanadagans

Ursprünglich waren Kanadagänse nur in Nordamerika beheimatet. In Europa wurden die Gänse durch den Menschen eingeführt. Über Großbritannien (17. Jahrh.) und Skandinavien gelangten die Tiere auch nach Deutschland, wo sie inzwischen auch erfolgreich brüten.

Die Kanadagans ist etwas größer als die Graugans und damit die größte Gans, die in Europa in freier Wildbahn lebt. Ihr Erkennungszeichen ist der schwarze Hals mit einem auffälligen weißen Kehlfleck. Füße und Schnabel sind ebenfalls schwarz. Die Tiere haben eine Körpergröße von 90 bis 110 cm und ein Gewicht bis etwa 5 kg. Die Flügelspannweite variiert von 160 bis 174 cm und die Spitzengeschwindigkeit liegt bei ca. 95 km/h.

Das Weibchen sucht sich einen Nistplatz und hat meist ein Gelege von 4-6 Eiern. Die jungen Gänse schlüpfen nach 28-30 Tagen und sind nach ca. neun Wochen flügge.

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