Großflächiger Glasfaserausbau in Niederkassel

In einem gemeinsamen Projekt der Stadt Niederkassel und der Deutschen Telekom wird zuerst der Ortsteil Lülsdorf ausgebaut. Die Glasfaseranschlüsse sind sogar kostenfrei.

Großflächiger Glasfaserausbau in Niederkassel

Anforderungen an „das Netz“ ,als die Verbindung zum Internet, werden größer und komplexer. Um ihnen gerecht zu werden müssen in ganz Deutschland Glasfaser- sowie Mobilfunknetz weiter ausgebaut werden. Die bisher oft genutzten Kupferleitungen reichen nicht mehr aus. „Immer mehr Menschen arbeiten heute im Homeoffice und auch das Homeschooling wird gerade in den jetzigen Zeiten immer mehr genutzt. Ein Glasfaseranschluss ist derzeit die einzige Technik, die die zukünftig benötigten Datenmengen transportieren kann. Dieser Anschluss ist mittlerweile eine genauso wichtige Infrastruktur wie ein Anschluss an Strom, Wasser oder Gas. Das gilt für Private wie für Gewerbetreibende“, beschreibt Bürgermeister Stephan Vehreschild die Situation.

Deshalb wollen die Deutsche Telekom und auch die Stadt Niederkassel ein Glasfasernetz aufbauen, bei dem jeder Haushalt die Möglichkeit hat, einen Glasfaseranschluss in seinem Haus oder seiner Wohnung zu haben, sodass Bandbreiten bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) möglich sind. Zusammen starten sie ein Pilotprojekt im Stadtteil Lülsdorf. Die Telekom wird im kompletten Ort 180 km Glasfaser verlegen, 39 Netzverteiler aufstellen und so ein Glasfasernetz für knapp 4000 Haushalte bereitstellen. Die Kosten dafür trägt die Telekom selbst. Die Lülsdorfer Bürger können sich dann für einen Glasfaseranschluss entscheiden und bekommen den Hausanschluss sowie die erforderliche Verlegung der Glasfaser in Haus oder Wohnung ebenfalls kostenfrei. Dadurch spart jeder Hauseigentümer rund 800€. Bei Mehrfamilienhäusern kann in jede Wohnung ein eigener Anschluss gelegt werden.

Die Telekom versucht soweit es geht im Bestandsnetz zu arbeiten. Um die Grundstücke an das neue Netz anzuschließen, wird es drei verschiedene Möglichkeiten geben. Wenn bereits Leerrohre vorhanden sind, werden diese für die neuen Glasfaserkabel verwendet. Ist das nicht der Fall, gibt es die Möglichkeit eine „Erdrakete“ zu verwenden, die die Oberfläche nicht beschädigt und sich durchs Erdreich bohrt, um Platz für Rohre und Kabel zu schaffen, oder es wird ein Graben von der Straße bis zum Haus ausgehoben.

Sollten die Bewohner in Lülsdorf dieses Angebot gut annehmen, so wird das Projekt auf ganz Niederkassel ausgeweitet und zudem ebenfalls in anderen Städten durchgeführt.

„Wir sind hochgradig daran interessiert, dass das Projekt in Lülsdorf funktioniert, damit im Anschluss auch die Gewerbegebiete ein Glasfasernetz erhalten“, erklärt Sebastian Fischer von der SEG. „Deshalb freuen wir uns sehr gemeinsam mit der Telekom dieses neue Projekt hier bei uns zu starten“, ergänzt Bürgermeister Stephan Vehreschild. Geleitet wird das Projekt, von Seiten der Stadt Niederkassel, von Uwe Nolting. „Wir brennen darauf, mit dem Projekt zu starten und hoffen, dass die Lülsdorfer auf die neue Breitbandtechnologie umsteigen wollen. Damit steigern sie den Wert ihrer eigenen Immobilie und haben die Möglichkeit digitale Anwendungen, wie zum Beispiel Video-Streaming und Arbeiten von Zuhause gleichzeitig zu benutzen“, sagt Frank Pischke, Regionalmanager von der Telekom.

Die Bauarbeiten für das neue Glasfasernetz sollen bereits im März starten. Es wird in Straßenabschnitten vorgegangen und die Hausanschlüsse werden direkt mitverlegt. Die Telekom und die Stadt Niederkassel stehen dabei in enger Abstimmung miteinander und verfolgen das Ziel, Beeinträchtigungen für Bürger und Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Ab Februar wird auf dem Ludwigplatz in Lülsdorf für sechs Wochen ein Infomobil stehen, bei dem sich die Bürger beraten lassen können. Informieren kann man sich außerdem auf www.niederkassel-connect.de und auf www.telekom.de/glasfaser.

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