Bürgerverein Niederkassel legt Blühwiese an

Gartenbau Jonas unterstützt den Bürgerverein Niederkassel mit Rat und Tat und pflanzt eine Blühwiese am Lehrteich.

Bürgerverein Niederkassel legt Blühwiese an

Eine Blühwiese am Lehrteich des Bürgervereins Niederkassel. Das war bereits das Ziel im vergangenen Jahr, leider war dieser Versuch jedoch nicht erfolgreich. Daher sicherte sich der Verein nun die Unterstützung eines Fachmannes und startete das Projekt vergangene Woche neu.

„Wir konnten auch diesmal auf die Hilfe von Markus Jonas, dem Inhaber der Ranzeler Firma Garten und Landschaftsbau Jonas, setzen. Er hat nicht nur die Vorarbeiten erledigt, sondern auch die Blühmischung mitgebracht und eingearbeitet“, so Heinz Buchholz vom BV, der die Arbeiten koordinierte.

Das Anlegen der Blühwiese

Für das Anlegen der Blühwiese wurde zunächst ein großes Stück Wiese flach gemäht und dann mit der Kreiselegge aufgeraut. Im Anschluss wurde die Blühmischung gesät und eingearbeitet. In vier bis sechs Wochen wird sich zeigen, ob die Saat aufgegangen ist und der Schmetterlings- und Wildbienensaum grünt und blüht.

Eine blühende Freude für Mensch und Tier

Blühwiesen bereiten Freude und bieten ein beliebtes Fotomotiv für den Menschen. Doch nicht nur der Mensch erfreut sich an der Blütenpracht. Besonders für Insekten sind die blühenden Wiesen ein lebenserhaltendes Paradies. Die eingebrachte Mischung besteht aus 90 Prozent Wildblumen (wie z.B. gewöhnliche Schafgarbe, echtes Barbarakraut oder die Nesselblättrige Glockenblume) und berücksichtigt in besonderem Maß die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen. Die 10 Prozent Untergräser (wie z.B. gewöhnliches Ruchgras, Weide-Kammgras und Schafschwingel) dienen als Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Ein langer Blühaspekt von frühzeitig blühenden Arten, wie dem Barbarakraut, bis zu Hochsommerarten (z.B. Wegwarten und Malven) garantiert eine kontinuierliche Sammelquelle. In den Folgejahren werden sie von ausdauernden Arten ersetzt. Der Saum erreicht dann eine Höhe von 60-140 cm.

Blühwiesen gegen das Bienensterben

Mit Blühwiesen wird ein wichtiger Schritt für die Artenvielfalt getan. Seit Jahren stirbt ein immer größer werdender Teil der Bienenpopulation aus. Manche denken bei einer solchen Aussage vielleicht beängstigt an den Honigpreis. Vielmehr bedeutet das Bienensterben jedoch einen Rückgang der Artenvielfalt und damit eine extreme Belastung für unser Ökosystem. Die Biene verteilt auf ihrem Weg Pollen in der Natur und bestäubt dadurch rund ein Drittel aller der Nutzpflanzen. Um unsere Artenvielfalt also zu erhalten ist es wichtig, den Bienen einen Lebensraum zu schaffen, um dem Bienensterben entgegenzutreten.

Große Dankbarkeit

Im Gegenzug für seine Bemühungen überreichten Josef Piel und Heinz Buchholz Markus Jonas dann ein Nistgehäuse für ein Turmfalkenpärchen, welches auf einem hohen Holzstamm in einem Wiesengrundstück angebracht wurde. Josef Piel, Teichwart des Bürgervereins, hat schon mehrere solcher Nistkästen gebaut. Auch auf dem Geländes des Bürgervereins hängt solch ein Kasten und dort kann man derzeit mit etwas Glück die Fütterung der Falken beobachten. Beide Bürgerverein-Mitglieder sagten Jonas außerdem zu, ein Insektenhotel zu bauen, das auf dem weitläufigen Gelände des Gartenbetriebs aufgestellt werden soll.

Wer Interesse an Apfelsaft, naturtrüb und ohne Konservierungsstoffe, aus den Niederkasseler Streuobstwiesen des Bürgervereins hat, kann sich beim Bürgerverein unter Telefon: 02208 6887 oder 02208 2809 melden. Dort wird der Apfelsaft in der 3 oder 5-Liter Box zum Preis von 6.50 Euro bzw. 9.00 Euro abgegeben.

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