UPDATE: Neues Tierheim in Mondorf?

In den umzubauenden Gewächshäusern sollen die Tiere bis zu ihrer Abgabe art- und tierschutzgerecht untergebracht werden.

UPDATE: Neues Tierheim in Mondorf?

Die Bauvoranfrage zur Umgestaltung der ehemaligen Gewächshäuser von Blumen Nöthen in den Feldern von Mondorf (Nähe Mondorfer See) beschäftigt derzeit Niederkassel. Hinter der geplanten Umgehungsstraße möchte der Troisdorfer Unternehmer Nikolaos Theodorakopoulos Hunden eine neue Heimat geben, die in ihren Herkunftsländern Misshandlungen ausgesetzt sind. Herr Theodorakopoulos hat die Gebäude Ende 2018 von ehemaligen Besitzer gekauft und ist seitdem Eigentümer der Anlage. Er ist seit Jahren international in Tierschutzprojekten aktiv.

Nach dem Transport nach Deutschland sollen die Hunde in der geplanten Einrichtung gesund gepflegt und unentgeltlich an neue Besitzer vermittelt werden. Zur Gewährleistung der medizinischen Versorgung der Tiere sollen unter anderem einen Tierarzt und einen Tierpfleger beschäftigt werden. Mit der Vermittlung der Tiere verbindet Herr Theodorakopoulos keine kommerziellen Interessen.

Gemischte Gefühle im Ausschuss der Stadt

Die Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung der ehemaligen Gärtnerei für das Tierschutzprojekt speziell für Hunde war am 11. September Thema im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss der Stadt. Bündnis 90 / Die Grüne plädierten in der Sitzung für eine landwirtschaftliche Nutzung der ehemaligen Gärtnerei. Sie stellten gemeinsam mit den anderen Fraktionen die Frage, ob es denn sinnvoll sei, Hunde aus dem Ausland hierher zu holen. Im Hinterkopf dabei wohl unter anderem das Tierheim in Troisdorf, das bereits viele Anstrengungen unternehmen muss, um Tiere zu vermitteln.

Seitens der Verwaltung habe man nur über die baurechtlichen Fragen zu entscheiden, betonte jedoch Dr. Arndt Lagemann, alles andere liege beim Kreis. Einen ablehnenden Bescheid rechtssicher zu begründen sei schwierig, ergänzte der Beigeordnete Dr. Stephan Smith. Weiterhin wurde abgewogen, dass eine Nutzung der Fläche durch das genannte Tierschutzprojekt einen möglichen Verfall der ehemaligen Gärtnerei verhindern könne. Zudem liege zwischen dem Vorhaben und der Bebauung nur landwirtschaftlich genutzte Flächen, so dass sich durch die Hunde verursachter Lärm nicht störend auswirke. Falls politisch irgendwann gewollt, könne das Gelände in Zukunft gewerblich genutzt werden. Auch in diesem Falle wäre eine Verlagerung des Tierheimes an eine andere Stelle denkbar.

Letztlich stimmten die Ausschussmitglieder, bei zwei Gegenstimmen, für den Antrag - vorbehaltlich der Zustimmung der externen Fachdienststellen (z.B. Naturschutzbehörde). Diese benötigten weiteren Zustimmungen werden derzeit abgefragt.

Unsere Leserin Kordula Dragunski stellte unter dem Impuls noch folgende Frage:

Dazu lässt sich sagen, dass das Gebäude Herrn Theodorakopoulos gehört. Als Privatmann kann er dort natürlich auch Hunde halten.

Anfragen von machPuls zu dem geplanten Vorhaben blieben bisher unbeantwortet.

machPuls hält euch auf dem Laufenden, ob es tatsächlich bald ein Tierheim in Niederkassel geben wird.

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