Kommende Straßenarbeiten im Niederkasseler Stadtgebiet

Die drei großen angekündigten Baustellen starten. machPuls gibt einen Überblick.

Kommende Straßenarbeiten im Niederkasseler Stadtgebiet

Neben der Sanierung der alten L269 und den damit entstehenden Straßenerhöhungen (machPuls berichtete) starten in der nächsten Zeit die Arbeiten an weiteren Straßen in Niederkassel. Hier ein zusammenfassender Artikel mit den ersten wichtigen Informationen sowie Verlinkungen zu den Berichten aus dem letzten Jahr mit weiteren Hintergrundinformationen:

1. Sanierung der Umgehungsstraße L 269 n / L 82

Der Belag der noch recht neuen Umgehungsstraße im Norden des Stadtgebietes weist bekanntermaßen erhebliche Mängel auf (machPuls berichtete). Laut Straßen.NRW wurden wohl damals aus finanziellen Erwägungen gewisse Einsparungen bei den verbauten Materialien vorgenommen, die sich nun als Fehler in der Fahrbahn zeigen. Nach der Fertigstellung der ersten drei Bauabschnitte Ende letzten Jahres zwischen Uckendorf und Spich, steht jetzt der zweite Teil der Sanierung an. Diese Deckensanierung wird etwas länger als letztes Jahr angekündigt nun vier bis sechs Wochen dauern und soll bis zum 23.6.20 abgeschlossen sein. Damit würde die Maßnahme nicht mit der Erneuerung der alten L269 kollidieren. Der Ausschuss forderte die Verwaltung auf, die Bürger rechtzeitig und detailliert über den Verlauf der Arbeiten zu informieren.

2. Ausbau Südstraße in Richtung Mondorf

Seit Mai 2019 wurden für den Ausbau die entsprechenden bauvorbereitenden Schritte wie der Grunderwerb und die ausstehenden Vergabeverfahren für die Bauabwicklung eingeleitet sowie anschließend die notwendigen sogenannte Baufeldfreimachung und Kampfmittelerkundungen durchgeführt (machPuls berichtete). Der konkrete Ausbau der Südstraße ist jetzt auf den 2. März 2020 terminiert, sagte der Beigeordnete Dr. Stephan Smith im Bauausschuss. ZU diesem Zeitpunkt werden die Vorarbeiten abgeschlossen sein. Sechs renommierte Tiefbauunternehmer haben ihre Angebote abgegeben, die derzeit vom Büro „Kocks Ingenieure“ geprüft werden. Der Vergabevorschlag des Ing.-Büros wird für Mitte Januar 2020 erwartet. Die Auftragsvergabe steht unmittelbar bevor.

Die Bauarbeiten werden von Ost nach West durchgeführt, das heißt sie beginnen im Bereich des künftigen Kreisverkehrsplatzes, der die Südstraße mit der entstehenden Umgehungsstraße verbindet.Dieser liegt östlich des Sportzentrums Süd. Der Bau erfolgt dann weiter in Richtung Rheidt. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich neun Monate, das heißt bis Ende 2020.

Regelung des Verkehrs

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bauarbeiten die Zufahrt zum Sportzentrum Süd erreichen, können das Sportzentrum Süd und die Kindertageseinrichtung „Südsterne“ über die Südstraße angefahren werden. Ab dem Zeitpunkt, ab dem die Straßenbauarbeiten in dem Abschnitt westlich der Zufahrt zum Sportzentrum Süd und der Kindertageseinrichtung stattfinden, ist die Zufahrt über die Südstraße für PKW und Lieferverkehr nicht mehr möglich. Für den PKW- und Lieferverkehr wird ab diesem Zeitpunkt eine Umleitung über die befestigten Wirtschaftswege „Bahnhofstraße“, „Am Holldorn“ und „Südstraße“ eingerichtet. Um den Begegnungsverkehr auf dieser Strecke zu erleichtern, wird die Verwaltung geschotterte Ausweichbuchten anlegen. Auch ist angedacht, den Verkehr in Richtung Mondorf über die Straße Am Langohr zu führen. Der Kreuzungsbereich Südstraße / Mondorfer Straße wird von der RSVG umgebaut, so die Verwaltung.

Davon unabhängig ist der zweite südliche Abschnitt von der Südstraße bis zur L332 (verlängerte Provinzialstraße) zu betrachten. Gegen diesen Abschnitt von Mondorf bis zum Trog bei Bergheim klagt ein Bürger aus Troisdorf wegen Lärmbelästigung.

3. Querung der Porzer Straße an Drei-Linden-Schule

Um von der einen auf die andere Seite des Geländes der Gemeinschaftsgrundschule in Ranzel zu gelangen, überqueren die Schülerinnen und Schüler die vielbefahrene Straße mit Hilfe einer Fußgängerampel. Keine gute Lösung für die Beteiligten. Nach den Diskussionen im Mai letzten Jahres (machPuls berichtete) wurde jetzt gemeinsam mit dem Ing.-Büro Gewecke und Partner hat die Verwaltung die Möglichkeit einer Querung der Porzer Straße mittels einer Fußgängerbrücke geprüft. Dabei wurde davon ausgegangen, dass die Verbindung auf beiden Seiten der Porzer Straße auf dem jeweiligen Schulgrundstück beginnen und enden soll. Die Brücke, die eine lichte Höhe von 4.50 Metern haben müsste, kann als Fußgängerbrücke nicht barrierefrei errichtet werden. Die Baukosten beliefen sich geschätzt auf rund 300.000 Euro.

Der Vorschlag wurde zur Beratung in die Ausschüsse verwiesen mit dem Hinweis, mehrere neuralgische Punkte wie den Fußgängerüberweg und die Verkehrsinsel Kreuzung Porzer Straße/Schulstraße mit in die Planung einzubeziehen.

machPuls wird die nächsten Informationen veröffentlichen, sobald diese vorliegen.

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