Buckelpiste auf der L 269n beseitigt

Nach den Sanierungsarbeiten fand man auf einem Stück der L 269n eine Buckelpiste vor. Diese Baumängel wurden nun vom Landesbetrieb Straßen.NRW abgestellt. Wie es dazu überhaupt kommen konnte und welche Konsequenzen es jetzt gibt, erfahrt ihr hier.

Buckelpiste auf der L 269n beseitigt

Ärgerlich und nicht ganz ungefährlich war es für viele Autofahrer in den letzten Wochen, die gerade fertiggestellte L 269n, zwischen Rheidt und dem Kreisverkehr in Niederkassel, zu befahren. Vor und hinter der Brücke, welche über die Umgehungsstraße führt, bemerkten die Fahrzeugführer deutliche Schaukelbewegungen auf beiden Fahrbahnseiten, wenn sie diese Stellen mit ihren PKWs befuhren. Etliche brachten ihren Ärger auf Facebook und Instagram zum Ausdruck. „Ich dachte, ich hätte eine Unwucht im Reifen“, „Es fühlte sich an wie ein Plattfuß“ und „Mein Anhänger machte Bocksprünge“ waren nur einige der Aussagen genervter Autofahrer. Bei vielen Niederkasselern ist noch die Fahrbahnerneuerung der alten L269 zwischen Niederkassel und Rheidt vor acht Jahren in guter Erinnerung. Damals hatte man nach Fertigstellung der Straße als Autofahrer das Gefühl, eine Buckelpiste zu befahren. Vor vier Wochen erklärten Mitarbeiter der bauausführenden Firma Eurovia auf Nachfrage an der Baustelle, diese Wellen im Asphalt für gewollt und richtig. Es seien standartgemäße 4mm große Vertiefungen, die den Abfluß des Regenwassers garantieren würden.

Vor einer Woche nun wurde die L 269n wieder einseitig gesperrt und die komplette Schwarzdecke in den betreffenden Bereichen auf einer Länge von ca. 200 Metern beidseitig versetzt abgefräst. Ebenfalls ausgebessert wurde ein knapp 10 Meter langes Teilstück der Fahrbahn in Fahrtrichtung Rheidt. Auf Nachfrage von machPuls beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) sagte Pressesprecherin Tanja Lübbersmann: „Wir haben vor der Bauabnahme festgestellt, dass die Fahrbahn in Teilbereichen wellenförmige Strukturen aufwies. Im Rahmen von Restarbeiten haben wir die Firma angewiesen, diese zu beseitigen, was auch geschehen ist“. Woher die Wellen in der Fahrbahn kamen, sagte sie nicht. Eine simple Erklärung wäre wohl die Kernaussage eines Leserbriefs. Darin schrieb ein nach eigenen Angaben mit solchen Arbeiten betrauter Leser, das man wohl schlicht vergessen habe, die Teermaschine richtig einzustellen bzw. umzustellen. Nach Rückfrage bei der bauausführenden Firma Eurovia sagte der zuständige Zweigstellenleiter Andreas Wassong, dass man die Arbeiten dem Regelwerk entsprechend und im Zeitplan liegend ausgeführt habe. Dadurch, dass die seitlichen Pendelrinnen, an denen die Asphalteinbaumaschine gewöhnlich ausgerichtet wird, uneben gewesen seien, wäre es zu den Beanstandungen gekommen. Diese habe man auf Kulanzbasis nachgebessert. „Ich muss mich da vor mein hochmotiviertes Team stellen. Wir haben 50.000 qm Fahrbahndecke in einem ganz engen Zeitrahmen erneuert, was kaum ein anderer Mitbewerber hätte leisten können. Aber nur die geringfügigen Beanstandungen, die wir nun sehr schnell behoben haben, sind zu einem großen Thema geworden“, so Wassong. Jetzt gibt es zwar keine Wellenbewegungen beim Befahren der L 269n mehr, aber die neue Schwarzdecke sieht schon wie ein Flickenteppich aus.

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