Chaos am Kreuzungsbereich Südstraße in Rheidt: Diskussionen zum Ampelsystem laufen

Mit der Eröffnung des 1. Bauabschnitts der L269n Süd verlagerte sich der Verkehr von der Kreuzung Deutzer Str./Marktstr. zum Kreuzungsbereich Südstr./Ecke Mondorfer Str./Rheidter Str.. Durch die alte Ampelschaltung wird es dort jedoch oft gefährlich.

Chaos am Kreuzungsbereich Südstraße in Rheidt: Diskussionen zum Ampelsystem laufen

Bei den Phasen der Ampelschaltung hatte man die Verlagerung des Verkehrs offenbar nicht bedacht, sodass sich nun im Kreuzungsbereich gefährliche Situationen im Begegnungsverkehr ergeben, die sogar vor wenigen Wochen zu einem schweren Verkehrsunfall führten. Die SPD stellte deshalb den Antrag an die Verwaltung, die Grünphasen in diesem Kreuzungsbereich so zu gestalten, dass der Verkehrsfluss dort sicherer und übersichtlicher wird. „ Es kommt dort immer zu Rückstausituationen und wir glauben, dass eine Schaltung, wie an der Deutzer Straße/Marktstraße möglich sein muss“, so Matthias Großgarten (SPD). Ein grüner Pfeil, linkshinter der Kreuzung, zeigt dort an, dass der Gegenverkehr durch Rotlicht angehalten ist und dass, wer links abbiegt, die Kreuzung in Richtung des grünen Pfeils ungehindert befahren und räumen kann.

Andere Meinungen zum Ampelsystem im Kreuzungsbereich Südstraße

Marcus Kitz (CDU) sah noch keine Notwendigkeit für eine solche Anlage. Er sagte, dass man sich von der Umprogrammierung der Ampelschaltung, welche die Grünphase verlängern soll, damit die zunehmenden Fahrzeugzahlen von der L269n/Südstraße abgeführt und mehr Fahrzeuge auf die L269 geführt werden können, viel verspreche. „Trotz einer frühen Auftragserteilung, gibt es immer noch keine Änderung der Ampelschaltung“, so Kitz. Auch bemängelte er die Beschilderung, gerade für Ortsfremde. Die Hinweisschilder auf die Ortsumgehung seien zu klein und nicht an der richtigen Stelle angebracht. Auch regte er an, über Fahrbahnmarkierungen die Verkehrsführung kreuzender Fahrzeuge zu vereinfachen.

Der 1. Beigeordnete, Dr. Stephan Smith sagte, dass die Verwaltung am 06.12.2021 eine Änderung der Ampelschaltung bei „PVT Planungsbüro für Verkehrstechnik Essen GmbH“ in Auftrag gegeben habe, aber noch nichts geschehen sei. Er bestätigte auch, dass die Hinweisschilder zu klein und ungünstig angebracht seien. Dies hänge aber mit dem Lichtraumprofil der Eisenbahnstrecke zusammen, sodass man einen neuen Platz für die Hinweisschilder auf der rechten Straßenseite suche.

Ein neues Gesamtkonzept für die gefährliche Kreuzung?

Die Umprogrammierung für eine längere grüne Ampelphase schlägt mit rund 3000 Euro zu Buche. Richtig teuer wird es allerdings, wenn die von allen Parteien geforderten Berücksichtigungen für Radfahrer und Fußgänger in die Planungen mit einfließen sollen. So sagte Sascha Essig (BN90/Die Grünen), das sich die Verwaltung auch die Schaltung für Fußgänger und Radfahrer überprüfen solle. Es könne nicht sein, dass es für diese Gruppe eine Grünphase von nur 15 sec gäbe, während der in gleicher Richtung fließende Verkehr eine Minute weiterhin grün habe. Das sei frustrierend.

Dem SPD-Vorschlag, den Auftrag zur Ampelschaltung zurückzunehmen und stattdessen ein Gesamtkonzept in Auftrag zu geben, widersprach Dr. Smith. Er plädierte für eine fachlich fundierte Untersuchung zu den Verkehrsströmen und eine Beibehaltung des Auftrags. Für einen grünen Pfeil sei es noch zu früh und mit der Verlängerung der Grünphase könnte sich eine Änderung der Verkehrsabläufe ergeben. Da noch weiterer Beratungsbedarf bestand, vertagte der Ausschuss einstimmig eine Entscheidung bis zur nächsten Sitzung im März. Dazu, so der Ausschussvorsitzende Dano Himmelrath (CDU), wolle man auch einen Experten einladen.

Logo