Keine feste Bühne in der Mehrzweckhalle geplant

Planungen zu Campusrestaurant und Mehrzweckhalle beraten

Keine feste Bühne in der Mehrzweckhalle geplant

Am Dienstag stellten im Ausschuss „Schulzentrum Nord“ die Architekten ihre überarbeiteten Pläne für das Campusrestaurant und die Mehrzweckhalle sowie den Clusterneubau, in dem zukünftig die Schüler der Sekundarstufe I der Gesamtschule unterrichtet werden sollen, vor. Im Mittelpunkt der Ausschusssitzung stand wieder einmal die geplante Mehrzweckhalle. Obwohl es im Grunde um eine Sporthalle geht, gibt es hier immer die größten Diskussionspunkte. Gerade die Brauchtumsvereine wünschen sich für ihre Veranstaltungen eine fest eingebaute Bühne, mit allen technischen Ausstattungen, um eine Veranstaltung mit 800 bis 1000 Personen beschallen zu können. Auch wurde der Wunsch nach einem Multifunktions - Bodenbelag zum Ausdruck gebracht. Dies vor dem Hintergrund, dass die Vereine möglichst wenig zeitintensive Arbeit mit dem Umbau der Mehrzweckhalle für eine Veranstaltung verbringen müssten.

Volker Fleck zum hks Team Fischer & Fischer hatte zu diesem Thema eine Entscheidungsvorlage „Feste Bühne“ mitgebracht, in der er seine Bedenken zum Ausdruck brachte. Nicht die geschätzten Kosten von 360.000 Euro standen einer fest installierten Bühne im Weg, sondern der Raumverlust und eine dann unumgängliche Neuplanung des Gebäudes. Eine Feste Bühne mit einer Fläche von 100 qm sowie den erforderlichen Verkehrsflächen wird über die gesamte Sporthallenbreite von 27,00m angenommen. Baukonstruktiv bedeutet dies, dass der Sporthallenbau um zwei Binderachsen erweitert werden müsste (3,75m * 2 = 7,50m). Dies alles würde eine Neuplanung der Halle notwendig machen mit entsprechendem Zeitverlust.

Mathias Jehmlich (CDU) sagte, dass eine feste Bühne für die Brauchtumsvereine wünschenswert sei, aber man einen guten Kompromiss finden müsse, wenn es keine feste Bühne gäbe. „Wir sollten dann Veranstaltungstechniker im Vorfeld mit einbeziehen. Die wissen was man wo an Steckdosen, Strom und Lichtanlagen braucht. Auch wäre es sinnvoll, Traversen einzubauen. Wenn wir noch eine gute Lösung für den Bodenbelag finden, wäre alles perfekt. Dann würden sich die Vereine Zeit und Mühen ersparen“, so Jehmlich. Auch BN90/Grüne und FDP sprachen sich für eine mobile Bühne aus. Lediglich Frieder Reusch (SPD) konnte sich mit dem Vorschlag nicht so recht anfreunden. „Die Brauchtumsveranstalter fanden das bisherige Ergebnis unserer Beratungen nicht gut. Es hat eine große Bedeutung, wenn eine fest installierte Bühne eingebaut werden könnte“, so Reusch. Der 1. Beigeordnete Dr. Stephan Smith sagte, dass der Auftrag an die Architekten lautete, eine Halle mit einer mobilen Bühne zu planen. Für eine feste Bühne müsste ein neuer Auftrag vergeben und die Gesamtkalkulation überarbeitet werden. Auch Architekt Fleck bat die Ausschussmitglieder um eine Entscheidung. „Wir können nicht weiter rumskizzieren, sondern brauchen eine klare Aussage“, so Fleck. Der Ausschuss nahm dann die Planungen für die Mehrzweckhalle und das Campusrestaurant einstimmig zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Planung auf dieser Grundlage ohne Berücksichtigung einer festen Bühne mit den Architekten weiterzuentwickeln und in einem nächsten Schritt mit Kosten zu hinterlegen.

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