Helmut-Loos-Bad: Reparaturen, Sanierung oder Neubau? Wie geht es weiter?

Im Helmut-Loos-Bad in Niederkassel-Lülsdorf sind einige Arbeiten nötig. Die Stadt Niederkassel diskutiert nun, wie der Schwimmbadbetrieb aufrechterhalten werden kann und das für möglichst lange Zeit.

Helmut-Loos-Bad: Reparaturen, Sanierung oder Neubau? Wie geht es weiter?

Als ein Fass ohne Boden scheint sich das Lülsdorfer Helmut-Loos-Bad zu präsentieren. Um die Substanz des in die Jahre gekommenen Hallenbades dauerhaft zu erhalten, wird die Kämmerin tief in die Stadtkasse greifen müssen. Schwimmbadbecken, Schwimmbadtechnik, Warmwasseraufbereitung, Elektrounterverteilung sowie Trinkwasser- und Abwasserleitungen sind nur einige der Baustellen, die einer dringenden Reparatur beziehungsweise eines Austausches bedürfen.

Drei verschiedene Vorschläge für die Zukunft des Schwimmbads

Drei Varianten zum Umgang mit den Schwimmbadmängeln präsentierte die Verwaltung den Mitgliedern des Ausschusses für Bauen und digitale Infrastruktur. Variante eins sieht keine Sanierung, sondern lediglich die absolut notwendigen Arbeiten, um einen Badebetrieb aufrechtzuhalten, vor. Bei der Variante Nummer zwei würde der Sanierungsaufwand im Wesentlichen den Schwimmhallenbereich und die Duschen im Erdgeschoss, sowie das gesamte Untergeschoss tangieren. Bei einer Bauzeit von 1,5 Jahren und Baukosten von circa 2 Millionen Euro könnte ein Weiterbetrieb mit den erneuerten Bauteilen von ungefähr 20 bis 25 Jahren angenommen werden. Zurzeit gibt es noch keine Probleme im Glasfassaden- und Dachbereich. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass auch hier in den nächsten 10 bis 20 Jahren Maßnahmen notwendig werden. Wesentlich teurer würde ein Neubau, Variante drei. Die Schätzkosten belaufen sich einschließlich der Planungs- und Abrisskosten nach derzeitigen Erkenntnissen auf circa 8,1 Millionen Euro, bei einer Bauzeit von 2,5 Jahren.

Einigkeit über die möglichst lange Erhaltung des Bades

Einig war man sich im Ausschuss, dass das Bad erhalten bleiben muss. Edgar Engelhardt (SPD) sagte, dass die Grundschüler unbedingt schwimmen lernen müssen. Das habe oberste Priorität und daher bleibe nur die Variante zwei. Das fand auch Jürgen Bergmann (FDP). Er sagte, dass das Bad in erster Linie für die Schulen und die Kinder benötigt werde, die hier schwimmen lernen. Gereon Busch (CDU) sagte, dass man sich als Stadt weiterhin die freiwillige Ausgabe für das Schwimmbad leisten werde und für die Variante zwei sei. Allerding regte er an, zwischen den Varianten zwei und drei einen wirtschaftlichen Vergleich zu ziehen. Das forderte auch Tanja Schulten (BN90/Grüne). Sollte sich der Rat für die Variante zwei entscheiden, hätte das eine komplette Schließung des Bades für 1,5 Jahre zur Folge. Dazu sagte der 1. Beigeordnete Dr. Stephan Smith, dass die Verwaltung dies im Blick habe und überlege, wie man die Ausfallzeiten kompensieren könnte. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, die Kosten-Nutzungsdauer der Varianten zwei und drei zu prüfen.

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