Etappenziel „Tour der Hoffnung“ in der Asklepios-Klinik St. Augustin brachte über 11.000 Euro an Spenden

Am Samstag, den 17. August 2019 fand wieder das traditionelle Klinikfest auf dem Gelände der Asklepios-Klinik in St. Augustin statt. Das Besondere in diesem Jahr war, dass die diesjährige Radtour „Tour der Hoffnung“ sein Ziel in St. Augustin hatte.

Etappenziel „Tour der Hoffnung“ in der Asklepios-Klinik St. Augustin brachte über 11.000 Euro an Spenden

Das schon seit etwa 30 Jahren veranstaltete Klinikfest wurde von 15:00 bis 19:00 Uhr gefeiert. Viele ehemalige sowie aktuelle Patienten beteiligten sich an dem Fest. Im Laufe des Nachmittags endete dann auch die „Tour der Hoffnung“ auf dem Fest.

Das Klinikfest 2019

Die Veranstaltung hatte viel für die Kids zu bieten. Von Kinderschminken, über einen Kletterturm, ein Glücksrad und eine Hüpfburg bis hin zur Teddyklinik war alles dabei, was ein Kinderherz begehrt. Auf der Bühne gab es musikalische Beiträge des Luftwaffenmusikcorps Münster. Des Weiteren waren die Bonner Capitals vor Ort und zeigten den Kids in einem mit einem Schutznetz überspannten Areal mit Schlagstock, Helm und Handschuhen die Grundlagen des Baseballsports. Heiko Vogel bot unter "Quettinger Star Wars Stormtrooper" sowie dem Star Wars Stammtisch Aachen zum 6. Mal bekannte Film-Figuren aus der Star Wars Serie an, mit denen man gemeinsame Fotos machen konnte. Ein Highlight war nicht nur die Teddy Klinik, sondern auch 35 Quads der "Quadkinder-Rheinland", die von den Fahrern mit Schutzhelm versehen um das Klinikgelände gefahren wurden. Für das leibliche Wohl wurde auf dem Fest ebenfalls gesorgt. Unterstützt wurde die Veranstaltung, die drei Monate Vorbereitungszeit in Anspruch nahm, von einer Vielzahl an Sponsoren sowie 120 ehrenamtliche Helferinnen und Helfern.

Die Radler der „Tour der Hoffnung“ kommen an

Gegen 18:15 Uhr war es dann soweit: die Radfahrer der „Tour der Hoffnung“ fuhren ins Ziel an der Asklepios-Klinik. Unter den Beteiligten fanden sich auch einige Prominente, wie zum Beispiel Henry Maske (Boxen), Jupp Kapellmann (Fußball), Felix Magath (Fußball), Rolf Wolfshohl (Radsport), Petra Behle (Schirmherrin/Biathlon), die deutsch-französische Lauflegende Michel Descoubes, Claudia Dreher (Marathon), Annika Mehlhorn (Schwimmen), Franz-Josef Kemper (Leichtathletik), Dieter Schubert (Rudern), Gustav-Adolf "Täve" Schur (Radsport) der mit seinen 88 Jahren ältester Teilnehmer war und gebürtig aus hiesiger Region Birgit Lennartz (Ultra-Langlauf) mit Ehemann Udo Lohrengel. Trotz leichtem Nieselregen ließ es sich Turnlegende Eberhard Ginger außerdem nicht nehmen, mit dem Fallschirm auf dem Klinikgelände zu landen. Die „Benefiz-Pedalritter“ wurden von zahlreichen Besuchern des Klinikfestes sowie von Prof. Dr. Gerd Horneff, Oberarzt Harald Rheinhard, Klinikgeschäftsführer Uwe Jansen, Manuela Melz (Vorsitzende der EKKK) und St. Augustins Bürgermeister Klaus Schuhmacher, Schirmherr der Abschlussveranstaltung, empfangen. Auf der Bühne moderierte Toursprecher Werner Damm (HR) gemeinsam mit Marina Kiermann (Eislauf). Petra Behle stellte die Promis vor und präsentierte mehrere Sponsoren, die allein am Samstag über 11.636 Euro an Spenden übergaben.

Ein großer Dank für die Spenden

Im Anschluss wurde sich bei allen Beteiligten, allen Helfern und der Polizei, die die Tour auf ihrer Route ohne Zwischenfälle begleitet hatte, bedankt. Manuela Melz war begeistert und bewegt und brachte nur noch Danke, Danke, Danke heraus. Teilnehmer Thomas Ernst sagte: "Der Verein (EKKK) hält hier die Fahne hoch für die Klinik, die hoffentlich noch lange erhalten bleibt. Hoffentlich werden die Aktivitäten und Zeichen an richtiger Stelle auch gehört und gesehen!"

Bilder vom Klinikfest:

„Tour der Hoffnung“ heute und wie sie entstand

Bereits zum 36. Mal traten über 200 Radler/innen vom 14. bis 18 August 2019 in die Pedale, um krebskranke Kinder zu unterstützen. An der 373 km langen Tour beteiligten sich namhafte Sportler, Politiker, Ärzte, Manager sowie idealistisch gesinnte Bürger. Die „Tour der Hoffnung“ begann mit einem Prolog in Gießen, ging in den nachfolgenden Tagen weiter über Köln, Wuppertal, Schwelm, Wetter, Hattingen nach Bochum. Am Samstag ging es von Hagen über Ennepetal, Gevelsberg und Remscheid nach St. Augustin zur Kinderklinik.

1983 hatten an Blutkrebs erkrankte Kinder eine durchschnittliche Chance auf Heilung von 60%. Heute, 36 Jahre später ist die Chance deutlich auf über 90% gestiegen. Trotz medizinischer Fortschritte ist die heimtückische Krankheit noch immer lebensbedrohend. Lymphdrüsenkrebs, Leukämien und Hirntumore bei Kindern werden erst ihre Schrecken verlieren, wenn die Heilung die Regel darstellt und der Tod die Ausnahme ist. Für diese Ziele radelt die „Tour der Hoffnung“. Seitdem sind unglaubliche 36 Millionen Euro an Spenden erstrampelt worden, die bis auf den letzten Cent den kranken Kindern und Jugendlichen zugute kamen. Die Kosten der Tour werden von namhaften Firmen, Instituten und von den Teilnehmern selbst getragen.

So erwarten die Organisatoren auch in diesem Jahr, dass Gemeinden, Firmen und Institutionen, welche die Radler empfangen, sich ins Zeug legen, damit der jeweils 30-minütige Aufenthalt des Tross stets zu einem Fest im Sinne der Hilfe wird.

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