Junge Niederkasseler Musikerin gewinnt Preis der Berliner Festspiele

17-jährige Ann-Sophie Zolper überzeugt mit selbstgeschriebenem Song die Berliner Jury

Junge Niederkasseler Musikerin gewinnt Preis der Berliner Festspiele

Ann-Sophie Zolper aus Niederkassel ist ein echtes Allroundtalent. Die 17-Jährige singt, spielt Klavier, Gitarre und Cello. Und: Sie komponiert eigene Lieder. Mit ihrem Song dreiundzwanziguhreinundsechzig wurde sie nun zur Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Treffen junge Musik-Szene der Berliner Festspiele gekürt.

Musik hat Ann-Sophie Zolper schon immer Spaß gemacht. Mit 12 Jahren entdeckte die Leiterin des Schulchors ihr Gesangstalent und Ann-Sophie begann, mit einem Vocalcoach an ihrer Stimme zu arbeiten. Nebenbei brachte sie sich selbstständig das Spielen am Klavier und der Gitarre bei. Vor rund einem Jahr begann sie zusätzlich, Cellounterricht zu nehmen.

Das Treffen junge Musik-Szene: in diesem Jahr digital

Auf den Bundeswettbewerb ist sie eher durch Zufall gestoßen, über eine Anzeige auf Instagram. Prämiert werden hier jedes Jahr junge Musiker zwischen 11 und 21 Jahren, die als Solist, in einem Duo oder einer Band selbst geschriebene Songs präsentieren. Der Preis ist die Teilnahme am Treffen junge Musik-Szene, das eigentlich an fünf Tagen in Berlin stattfindet, dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie aber als Online-Event abgehalten wird. Hier werden die Nachwuchsmusiker in Workshops und Einzelcoachings in Themen wie Text, Gesang, Komposition, Arrangement und Produktion unterrichtet und finden die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch.

Abitur in der Tasche und ab nach Hamburg

„Ich habe mich wahnsinnig über den Preis gefreut, zumal ich überhaupt nicht damit gerechnet habe“, erzählt die 17-Jährige, die mittlerweile in Hamburg lebt, wo sie sich in einem Vorstudienjahr intensiv auf die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorbereitet. Ihr Ziel: Ein klassisches Gesangsstudium.

Ann-Sophie Zolper: „Ich habe in diesem Jahr mein Abi gemacht und da hat sich mir die Frage gestellt, wie es für mich beruflich weitergehen soll. Ich hatte Angst, dass ich es nicht schaffen würde, an einer Hochschule aufgenommen zu werden, da ich ja keine richtige musikalische Ausbildung genossen habe und mir zum Beispiel erst in diesem Sommer das Notenlesen beigebracht habe. Aber dieses Vorstudienjahr hier ist ideal für mich und ich werde umfassend auf die Aufnahmeprüfungen vorbereitet.“

Wir drücken die Daumen und wünschen der jungen Musikerin für ihre berufliche Zukunft alles Gute.

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