Gleisbettsanierung in Niederkassel

Die RSVG erneuert in drei Abschnitten in Niederkassel die Gleise. Die Arbeiten sollen noch bis Juni andauern.

Gleisbettsanierung in Niederkassel

Die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) hat damit begonnen, in Niederkassel-Mondorf und Niederkassel-Rheidt in drei Abschnitten das Gleisbett zu sanieren beziehungsweise zu erneuern. Es handelt sich dabei um den Abschnitt zwischen Johannesstraße und Thelenkreuz, den Abschnitt zwischen Thelenkreuz und Robert-Bosch-Straße sowie den Abschnitt zwischen Binger Straße und Südstraße).

Ende der Baumaßnahmen für Juni 2021 geplant

In früheren Jahren war der Gleisbau bzw. dessen Sanierung mit einem hohen Personalaufwand verbunden. Heutzutage hat dieser Sektor der Bauindustrie eine der höchsten Automatisierungsstandards. Von der Instandhaltung bis zum Austausch einzelner Segmente der Bahntrasse werden heute eine Vielzahl der zu verrichtenden Tätigkeiten automatisiert abgewickelt.

Nach Aussage von Michael Reinhardt, Geschäftsführer der RSVG, belaufen sich die Kosten der Maßnahme auf etwa 870.000 €, davon übernehmen 416.000 € das Eisenbahnbundesamt und 332.900 € das Land NRW (Verkehr). Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich noch bis Juni andauern.

Der Weg des Rhabarberschlittens

Das heutige Gleisnetz wird seit Juli 1977 zwischen Troisdorf-Vorbahnhof und Niederkassel-Lülsdorf genutzt. Zuvor verkehrte auf den Gleisabschnitten zwischen Lülsdorf & Langel sowie zwischen Langel und Zündorf eine als „Rhabarberschlitten“ bekannte Kleinbahn. Der Personenverkehr zwischen Sieglar und Zündorf wurde im September 1964 eingestellt, während der Güterverkehr weiterhin bis Lülsdorf betrieben wird. 1969 wurde die Strecke von Lülsdorf nach Zündorf stillgelegt. Fuhren früher noch drei Züge täglich, verkehrt heute nur noch einmal am Tag der Übergabegüterzug zum Chemiestandort der Evonik.

Seit 2016 wird die Wiederaufnahme des Personenverkehrs als neue rechtsrheinische Linie auf den alten Gleisen des damaligen "Rhabarberschlittens" diskutiert. Diese Bahnverbindung könnte möglicherweise einmal die Lücke zwischen der Linie 7 der Kölner Stadtbahn ab Köln-Porz-Zündorf und der Linie 66 der Bonner Stadtbahn (Beuel-Königswinter-Bad Honnef) schließen.

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