Igel in Gefahr: Vorsicht mit Mährobotern

Igel sind nicht nur süß, sondern auch sehr nützlich. Doch durch Mähroboter werden sie häufig schwer verletzt oder sogar getötet.

Igel in Gefahr: Vorsicht mit Mährobotern

Die kleinen Stacheltiere sind gern gesehene Gäste in unseren Gärten, denn viele Schädlinge, die dem Gärtner Sorge bereiten, gehören zu den Lieblingsspeisen der kleinen Gartenbesucher, z.B. (Nackt)Schnecken und Insekten. Der Igel verspeist pro Nacht gleich ein paar Dutzend Eulenfalterraupen, die sehr große Schäden im Garten anrichten können. Aber der Igel selbst hat auch Feinde. Dachse und Uhus können ihm gefährlich werden und kleinere Igel werden auch von Mardern oder Füchsen gefressen. Der größte Feind des Igels ist aber der Mensch.

Passt auf die Rasenmähroboter auf!

Jetzt zu Beginn der Gartensaison wünschen sich viele Gärtner einen besonders schönen gepflegten Rasen. Ein automatischer Rasenmähroboter erscheint als ideale Möglichkeit. Der fleißige Helfer erledigt fast lautlos die Arbeit, während man selbst schläft. Perfekt - aber nicht für die Igel. Denn: Wenn wir zur Ruhe kommen, werden die Igel aktiv. Sie verlassen ihr Versteck und gehen im Schutz der Dunkelheit auf Nahrungssuche. So kommt es zu zahlreichen Unfällen, bei denen Igel schwere Verletzungen durch Rasenmährobotern erleiden.

Igel sind keine Fluchttiere, sie rollen sich bei Gefahr einfach zusammen. Die Mähroboter erkennen die Igel nicht und halten nicht an. So werden die Igel oft schwer verletzt. Mit viel Glück werden sie rechtzeitig gefunden und zum Tierarzt gebracht. Aber wenn die Verletzungen zu schwer sind, bleibt keine andere Möglichkeit, als das Tier von seinen Qualen zu erlösen. Viele verletzte Igel werden aber gar nicht bemerkt. Sie schreien oder wimmern nicht, sondern ziehen sich lautlos in den Schutz eines Gebüschs zurück und sterben dort.

Der NABU Rhein-Sieg bittet alle Gartenbesitzer: Bitte denkt an die Igel und lasst Rasenmähroboter nicht in der Dämmerung oder nachts laufen!

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