Internationaler Frauentag - Was tut der Rhein-Sieg-Kreis für Gleichberechtigung?

Gleichstellungsbeauftragte, Workshops, Vorträge, Informationsveranstaltungen, Arbeitszeitmodelle, mobiles Arbeiten, ...

Internationaler Frauentag - Was tut der Rhein-Sieg-Kreis für Gleichberechtigung?

1975 wurde der 8. März von den Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag ernannt, obwohl es ihn an sich schon viel länger gibt. Seitdem wird dieser besondere Tag auf der ganzen Welt genutzt, um auf Missstände hinzuweisen, für Frauenrechte und gegen Diskriminierung zu kämpfen und Emanzipation zu fordern. „Gleichberechtigung“ ist dabei das Schlagwort.

Bis es eines Tages hoffentlich soweit sein wird, dass die Chancengleichheit für Frauen und Männern in allen Lebensbereichen Einzug gehalten hat, arbeitet auch Brigitta Lindemann, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, weiterhin intensiv daran, Frauen zu unterstützen, sich beruflich weiterzuentwickeln und auf Ungleichheiten aufmerksam zu machen.

Dazu werden bereits seit vielen Jahren regelmäßig in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie mit den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenter Rhein-Sieg und der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg Veranstaltungen angeboten. Das Programm umfasst neben Workshops auch Vorträge und Informationsveranstaltungen. Es ist zum Beispiel darauf ausgerichtet, Frauen den (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, sie in ihrer Position zu stärken und Alleinerziehenden einen Kontakt zu Gleichgesinnten zu ermöglichen. Die zunehmende Nachfrage nach Bildungsangeboten zeigt, wie groß der Bedarf tatsächlich ist.

Von Frauen wird häufig erwartet, dass sie gut in ihrem Job sind und gleichzeitig zu Hause mit den Kindern oder zu pflegenden Angehörigen alles managen. So bleibt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nach wir vor häufig leider immer noch ein Frauenthema. Die Kreisverwaltung unterstützt die Beschäftigten bei ihren familiären Verpflichtungen unter anderem durch vielfältige Arbeitszeitmodelle und das Angebot des mobilen Arbeitens. Um eine Nachhaltigkeit bei Maßnahmen zu erreichen, wird derzeit die Re-Auditierung zur familienbewussten Arbeitgeberin angestrebt. Dies bedeutet, bereits umgesetzte Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu überprüfen und eventuell zu verbessern.

Im Frühling 2018 wurde der Kreisverwaltung durch die Hertie-Stiftung das Zertifikat des „audit berufundfamilie“ für ihre strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik verliehen. Der Rhein-Sieg-Kreis war die Verpflichtung eingegangen, die Rahmenbedingungen für eine Vereinbarkeit von beruflichem Engagement und familiären Aufgaben für ihre Beschäftigten zu verbessern, passgenau aufzubauen und auch in Zukunft weiterzuverfolgen.

„Hierzu gehören neben einer flexiblen Arbeitszeit, mobilem Arbeiten, Ferienkinderbetreuung sowie Pflegeberatung und Pflegezeit auch eine Betriebssportgemeinschaft und ein Betriebliches Gesundheitsmanagement“, erklärt Brigitta Lindemann. „Wir haben in den letzten Jahren schon einiges erreicht. Dennoch stehen in Zukunft weitere Veränderungen an. Ich werde nicht müde, mich für die Belange von Frauen einzusetzen und gegen Ungleichheiten zu kämpfen!“

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