Autobahn A59: sechswöchige Vollsperrung zwischen Bonn-Nordost und Bonn-Vilich

In den Sommerferien wird die A59 zwischen Bonn-Nordost und Bonn-Vilich vollständig gesperrt. Die Stadt Bonn informiert über Umleitungen sowie Maßnahmen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, und gibt Tipps für Ausweichmöglichkeiten.

Autobahn A59: sechswöchige Vollsperrung zwischen Bonn-Nordost und Bonn-Vilich

Vom 22. Juni bis zum 4. August 2023, also genau in der Zeit der diesjährigen NRW-Sommerferien, wird die A59 zwischen dem Autobahndreieck Bonn-Nordost und der Anschlussstelle Bonn-Vilich vollständig gesperrt. Grund dafür ist die Erweiterung der A59-Brücke bei Vilich für den Ausbau der S13 durch die Deutsche Bahn AG. Unter der Autobahnbrücke der A59 in Bonn-Vilich sollen die Züge nämlich künftig auf vier Gleisen rollen können. Dazu baut die DB zwei neue Brückenteile, die aktuell Stück für Stück vor Ort entstehen und dann über Verschubbahnen millimetergenau eingeschoben werden.

Umleitungsstrecken

In Abstimmung zwischen der Stadt Bonn, der Deutschen Bahn und der Autobahn GmbH wurden folgende Umleitungsstrecken eingerichtet:

  • Umleitung 1 (U1): Aus Richtung Königswinter (B42) am Autobahnkreuz Bonn-Ost auf die A562 bis Bonn-Bad Godesberg, dann auf die Friedrich-Ebert-Allee bis zur Reuterstraße, anschließend an der Anschlussstelle Bonn-Poppelsdorf auf die A565 in Richtung Köln.

  • Umleitung 2 (U2): Aus Bonn-Innenstadt an der Anschlussstelle Bonn-Vilich auf die B56 in Richtung Sankt Augustin, anschließend auf die A560 in Richtung Köln bis zum Autobahndreieck Sankt Augustin, dort dann wieder auf die A59

  • Umleitung 3 (U3): Auf der A59 aus Richtung Köln am Autobahndreieck Bonn-Nordost auf die A565 in Richtung Meckenheim, dann bis Autobahnkreuz Bonn-Nord, von dort der Streckenführung „U4“ folgen.

  • Umleitung 4 (U4): Auf der A555 aus Richtung Köln am Kreuz Bonn-Nord auf die A565 in Richtung Bonn-Poppelsdorf, von dort auf die Reuterstraße, anschließend weiter auf der B9 in Richtung Bad Godesberg bis zur A562; dort in Richtung Königswinter weiter bis zum Autobahnkreuz Bonn-Ost. Auf der A565 aus Richtung Meckenheim kommend an der Anschlussstelle Bonn-Poppelsdorf der „U4“ folgen.

Die Bundesstraße 56 und die Reuterstraße bilden die Hauptausweichrouten. Daher wird auf der Reuterstraße tagsüber an den Werktagen durchweg das Programm für die Spitzenverkehrszeit laufen, was jedoch zu Lasten der querenden Verkehre außerhalb der Hauptverkehrszeiten gehen wird. Zudem wird für die Zeit der Sperrung der A59 das Durchfahrtsverbot für Lkw auf der Reuterstraße aufgehoben.

Weitere Maßnahmen der Stadt Bonn

Um die verkehrstechnischen Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, wird die Bundesstadt Bonn keine Bauarbeiten an oder auf den Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet ausführen. Zudem wird das Kanalreinigungs- und Inspektionsprogramm auf dem Hauptstraßennetz vom Tiefbauamt angepasst und auf das unumgänglich nötige Maß beschränkt.

Bei allen Lichtsignalanlagen auf Hauptstraßen werden die Schaltzeiten überprüft und wenn möglich optimiert. In ganz Bonn und insbesondere auf der Reuterstraße laufen während der gesamten Sperrung im Modus „Spitzenverkehrszeit“. Außerdem beobachtet die Stadt Bonn die Verkehrsentwicklung und nimmt, wenn möglich, Nachjustierungen vor oder informiert zumindest zusätzlich über Engpässe.

Tipps und Ausweichmöglichkeiten

Bürger*innen in Bonn und der Region wird geraten, in der Zeit der Vollsperrung möglichst auf das Auto zu verzichten und stattdessen das Fahrrad zu nutzen oder auf Busse und Bahnen umzusteigen, da es durch die Sperrung auf Bonns innerstädtischen Straßen voll werden wird. Eine Studie hat gezeigt, dass viele mit dem Auto zurückgelegte Strecken in Bonn Kurzstrecken sind, die sich gut auf das Fahrrad verlagern lassen. Was den ÖPNV angeht, hat die Deutsche Bahn angekündigt, die Regionalbahn 27 und den Regionalexpress 8 trotz des Bauprojekts die gesamten Sommerferien über auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke verkehren zu lassen. Aus dem Bereich Sankt Augustin und Siegburg kann die Stadtbahnlinie 66 genutzt werden.

Darüber hinaus empfiehlt die Stadt Bonn Pendler*innen verstärkt die Möglichkeiten von Homeoffice zu nutzen. Daher werden Arbeitgeber*innen gebeten, ihren Mitarbeitenden die Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens anzubieten.

Wer dennoch mit dem Auto unterwegs sein muss, dem rät die Stadt Bonn, sich vor Beginn der Fahrt über die Verkehrssituation auf den Bonner Straßen im Internet unter www.bonn.de/aktuelle-verkehrslage zu informieren. Dort gibt eine Karte stets einen aktuellen Überblick über die Verkehrssituation auf den Hauptverkehrsstraßen.

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