Rheinwoche: Segelregatta von Zündorf nach Arnheim

Die „Rheinwoche“ gilt als älteste und längste Stromregatta Europas und findet immer zu Pfingsten statt. 1922 wurde sie erstmals gesegelt und feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.

Rheinwoche: Segelregatta von Zündorf nach Arnheim

Nach zwei coronabedingten Ausfällen der Veranstaltung starten die Segler zum 100. Jubiläum wieder durch. Von Zündorf ging es rund 185 Kilometer den Rhein herunter, an Industrieanlagen und Kuhweiden vorbei, durch Städte und Landschaften und jeden Abend wurde in einem anderen Hafen Station gemacht.

100. Jubiläum der Segelregatta

In diesem Jahr begann man, aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums, schon am Donnerstag vor Pfingsten in Zündorf mit dem Einkranen der größeren Boote. Dazu stand schon früh am Morgen ein riesiger Kran bereit, der die Boote, die nicht über die Slipanlage ins Wasser gelassen werden konnten, durch die Luft sanft ins Hafenbecken hob. Nachdem am Nachmittag 71 Segelboote aller Klassen im Hafenwasser lagen, konnten die Segler auch die Eigner der 16 Booten aus Balluf, die auf dem Wasserweg den Hafen angesteuert hatten, begrüßen. Von Balluf am Rhein war die historische Jubiläums-Geschwaderfahrt bereits Christi Himmelfahrt gestartet. Die Rheinwoche vor hundert Jahren wurde neben der Regatta auch als Geschwaderfahrt vom Rheingau bis zum Niederrhein genutzt. Danach saßen Skipper und Mannschaft im Biergarten und ließen den Tag beim „Regattaheiligabend" – der Party der Rheinwoche - entspannt ausklingen.

„Eureka“ zu Besuch in Zündorf

Immer ein Spektakel ist das Einlaufen der „Eureka“, ein großes Niederländisches Passagierschiff, das im Hafen vor Anker geht und am nächsten Tag als Begleitschiff, besetzt mit vielen Segelsportfreunden, die Segler auf ihrer Fahrt den Rhein hinab, begleitet. Spannend wurde es für die vielen Schaulustigen, die sich am Hafen eingefunden hatten, als der Kapitän der „Eureka“ sich vorsichtig in das Hafenbecken „hineintastete“, immer nach einer Fahrrinne für sein großes Schiff suchend. Nachdem die Skipper ihre Utensilien für den viertägigen Segeltörn in den Booten verstaut hatten, trat langsam Ruhe rund um den Hafen ein, denn früh am Morgen ging es nach einem guten Frühstück los.

Ablauf der Jubiläumsregatta

Zuerst verlies die „Eureka“, nachdem sie viele Passagiere an Bord genommen hatte, den Hafen und fuhr Stromaufwärts. Dort ankerte sie dann, damit die Passagiere, die bis Düsseldorf die Segelboote begleiteten, einen idealen Blick auf den Start in Porz hatten. Auch im Hafen wurde es jetzt „wuselig“. Skipper und Mannschaften machten ihre Boote startklar um Pünktlich um 10.00 Uhr mit dem Startschuss zur Jubiläumsregatta lossegeln zu können.

Die erste Etappe führte von Zündorf über Leverkusen-Hitdorf zum Düsseldorfer Yachthafen. Samstag ging es weiter über Duisburg-Ruhrort nach Wesel, am Sonntag dann mit einer Mittagsstation in Rees nach Emmerich und am Montag schließlich nach Arnheim (Niederlande).

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